Etiketten

Weine mit schönen Etiketten


Von Künstlern gemalt, mit einer Figur, die eine Geschichte erzählt, mit einer einzigen großen Zahl oder in einer Flasche, die man stehen lässt: Hier sind die Weine nach Etikettenstil sortiert.

Enthält Affiliate-Links (*)Wie wir auswählen

Kurz gesagt

Schöne Weinetiketten fallen durch ein eigenständiges Motiv, gutes Material und eine erzählbare Geschichte auf. Bilderbuchweine sortiert sie in vier Stile – Kunst, Illustration, Typografie und besondere Flaschen – und nimmt nur Weine auf, die eine Etikettenprüfung mit mindestens sieben von zehn Punkten bestehen, ohne Abstriche beim Inhalt.

Höchste Punktzahl

Die schönsten Etiketten der Auswahl

Die sechs Flaschen mit den meisten Punkten in der Etikettenprüfung, quer durch alle Stile und Preisbänder.

9/10Etikett

Kunst und Malerei · Rotwein

Faustino I Gran Reserva

Bodegas Faustino (Rioja, Spanien)

Am Tisch erzählt: Der Herr auf dem Etikett ist ein Rembrandt-Porträt, Nicolaes van Bambeeck, und das goldene Drahtnetz um die Flasche ist das Erkennungszeichen der Gran Reserva eines Familienweinguts, das seit 1861 besteht.

Herkunft
D.O.Ca. Rioja, Spanien
Alkohol
14 % vol
Preisrahmen
20–40 €
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9/10Etikett

Besondere Flaschenform · Rotwein

Ruffino Fiasco

Ruffino, Pontassieve (Toskana)

Am Tisch erzählt: Die Bastflasche ist ein Renaissance-Motiv – Botticelli und Ghirlandaio haben sie gemalt –, und noch nach dem Krieg umflochten Frauen rund um Pontassieve, die „fiascaie“, die Flaschen täglich von Hand.

Herkunft
Italien, Toskana (Chianti Superiore DOCG)
Preisrahmen
bis 20 €
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9/10Etikett

Material und Veredelung · Schaumwein

Belle Epoque

Perrier-Jouët (Champagne)

Am Tisch erzählt: Das Anemonen-Motiv schuf der Jugendstil-Pionier Émile Gallé im Auftrag des Hauses; 1902 wurden vier damit verzierte Magnums ausgeliefert, heute ist es das Emblem der Belle Epoque.

Herkunft
Frankreich, Champagne
Alkohol
12,5 % vol
Preisrahmen
ab 40 €
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9/10Etikett

Typografie und Grafik · Rotwein

Sessantanni „60“

Cantine San Marzano, San Marzano di San Giuseppe (Apulien)

Am Tisch erzählt: „Sessantanni“ heißt sechzig Jahre: So alt sind mindestens die Buschreben bei Manduria, aus denen San Marzano diesen Primitivo keltert und zwölf Monate in französischer und amerikanischer Eiche reift – daher die 60 auf dem Etikett.

Herkunft
Apulien, Italien
Alkohol
14,5 % vol
Preisrahmen
20–40 €
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9/10Etikett

Material und Veredelung · Rotwein

Riscal Reserva

Herederos del Marqués de Riscal, Elciego (Rioja Alavesa)

Am Tisch erzählt: Das goldene Drahtnetz um die Flasche war einst Fälschungsschutz: Seit dem frühen 20. Jahrhundert umhüllt Marqués de Riscal – Rioja-Pionier seit 1858 – damit seinen Reserva.

Herkunft
DOCa Rioja, Spanien
Preisrahmen
bis 20 €
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9/10Etikett

Besondere Flaschenform · Schaumwein

Ruinart Blanc de Blancs

Champagne Ruinart, Reims (Champagne)

Am Tisch erzählt: Nicolas Ruinart gründete das Haus am 1. September 1729 – es gilt als ältestes Champagnerhaus; die Flaschenform zitiert die ersten Champagnerflaschen des 18. Jahrhunderts.

Herkunft
AOC Champagne, Frankreich
Alkohol
12,5 % vol
Preisrahmen
ab 40 €
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Die Etikettenprüfung

Fünf Kriterien, zehn Punkte

Jedes Kriterium bringt null bis zwei Punkte. Auf die Seite kommt eine Flasche ab sieben Punkten – und nur, wenn der Inhalt mindestens einen Punkt bekommt. Wo die Auswahl noch dünn ist, etwa bei alkoholfreiem Rosé, steht eine Flasche mit weniger Punkten als „vorläufig“ markiert. Alle Regeln.

  1. GestaltungIst das Etikett eigenständig – ein Kunstwerk, eine starke Illustration, Typografie mit Haltung?
  2. TischwirkungWird die Flasche am Tisch angesprochen, durch Form, Farbe, Glas oder Verschluss?
  3. Material und HaptikPrägung, besonderes Papier, Siebdruck aufs Glas, Netz, Stoff, Holz oder Wachs?
  4. GeschichteLässt sich in einem Satz erzählen, wer das Etikett gemacht hat oder was es zeigt?
  5. InhaltBekannter Erzeuger, gute Bewertungen, Auszeichnungen? Ein schönes Etikett allein reicht nicht.

Häufige Fragen

Was macht ein Weinetikett schön?

Ein eigenständiges Motiv, das auch aus zwei Metern wirkt, gutes Material und eine Geschichte, die man am Tisch erzählen kann. Bilderbuchweine bewertet das mit fünf Kriterien: Gestaltung, Tischwirkung, Material, Geschichte und Inhalt.

Sind Weine mit schönen Etiketten schlechter?

Nicht grundsätzlich. Ein aufwendiges Etikett sagt nichts über den Wein; deshalb zählt in der Etikettenprüfung auch der Inhalt. Eine Flasche mit null Punkten beim Inhalt kommt nicht auf die Seite, egal wie schön sie aussieht.

Welche Etikettenstile gibt es?

Bilderbuchweine unterscheidet Kunst und Malerei, Illustration und Figuren, Typografie und Grafik sowie besondere Flaschen, bei denen Form, Glas oder Veredelung auffallen.

Kann ich ein Weinetikett aufheben?

Ja. Die leere Flasche einige Stunden in warmes Wasser legen, dann lässt sich das Papier meist ablösen. Es gibt auch Etikettenablöser aus Folie, die das Etikett von der Flasche abziehen.

Woher die Angaben stammen

Angaben zu Wein und Etikett stammen von den Weingütern, Importeuren und Fachquellen, verlinkt an jeder Flasche. Ich habe die Weine nicht für diese Seite verkostet. Ausgewählt wird nach der Etikettenprüfung; an Käufen über die Links verdiene ich eine Provision, auf die Auswahl hat das keinen Einfluss. So wählen wir aus.